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Astralreisen: die Symptome und Anzeichen

Mythen12 Min. Lesezeit

Astralreisen: die Symptome und Anzeichen

Astralreisen Symptome wie Vibrationen, Brummen und Lähmung: ich erkläre die typischen Anzeichen kurz vor dem Austritt und warum sie identisch mit dem WILD-Einstieg sind.

Mit sechzehn lag ich eines Nachmittags auf meinem Bett und versuchte etwas, das ich in einem Esoterik-Forum gelesen hatte. Ich wollte austreten. Ich hatte mir eine genaue Anleitung gemerkt, ganz still liegen, tief entspannen, auf die Zeichen warten. Und dann kamen sie tatsächlich. Zuerst ein leises Summen im Kopf, das langsam lauter wurde. Dann ein Kribbeln, das von den Füssen nach oben kroch. Mein ganzer Körper fühlte sich plötzlich schwer an, als würde er ins Bett sinken. Und ich konnte mich nicht mehr rühren. Damals war ich mir sicher, ich stehe kurz vor der grossen Reise hinaus aus dem Körper. Heute weiss ich, dass ich einfach an der Schwelle zum Traum lag. Genau die gleichen Anzeichen begleiten mich noch heute, wenn ich bewusst in einen Klartraum gleite.

In diesem Artikel gehe ich diese astralreisen symptome der Reihe nach durch. Ich erkläre, was du körperlich spürst, kurz bevor angeblich die Reise losgeht. Und ich zeige dir, warum diese Zeichen Wort für Wort dieselben sind, die ein Klarträumer beim Einstieg erlebt. Wer sie kennt und richtig einordnet, muss keine Angst haben. Im Gegenteil, dann werden sie zu deinem Sprungbrett.

Was Astralreisen-Symptome eigentlich sind

Fangen wir bei der Grundfrage an. Wenn die Esoterik von den Anzeichen einer Astralreise spricht, meint sie eine ganze Reihe von körperlichen Empfindungen kurz vor dem sogenannten Austritt. Diese Symptome sind erstaunlich gut beschrieben, und sie tauchen in fast jeder Anleitung wieder auf. Vibrationen, ein Brummen oder Summen, ein Gefühl von Lähmung, eine starke Schwere und am Ende das Gefühl, leicht zu werden und zu schweben.

Ich kenne diese Liste aus meiner eigenen Vergangenheit fast auswendig. Als Teenager war ich tief in dem Zeug drin, im Schamanismus, in den Krafttieren und eben in der Astralprojektion. Ich habe die Foren durchforstet und mir jede Beschreibung gemerkt. Was mich damals nicht losliess und mich bis heute beschäftigt, ist eine simple Beobachtung. Diese Liste ist deckungsgleich mit dem, was ich erlebe, wenn ich über meine liebste Technik in einen Klartraum einsteige.

Die esoterische Deutung sagt, all diese Zeichen entstehen, weil sich dein Astralkörper gerade vom physischen Körper löst. Das Vibrieren sei die Energie, die hochfährt. Die Lähmung komme daher, dass du den Körper schon ein Stück weit verlassen hast. Das ist eine schöne Erzählung, und ich nehme sie ernst, weil ich selbst einmal felsenfest daran geglaubt habe. Trotzdem gibt es eine zweite Erklärung, die mit denselben Empfindungen viel sparsamer auskommt. Die schauen wir uns gleich an.

Vibrationen und das Kribbeln

Das wohl berühmteste Symptom sind die Vibrationen. Praktisch jede Astralreise-Anleitung beschreibt sie als das Tor zum Austritt. Dein Körper fängt an zu zittern, zu summen oder zu kribbeln, oft beginnt es im Rumpf oder in den Beinen und breitet sich dann aus. Manche Leute beschreiben es wie einen schwachen Stromschlag, der durch den ganzen Körper rollt. Andere sagen, es fühlt sich an, als läge man auf einer laufenden Maschine.

Ich kenne dieses Gefühl gut. Bei mir kommt es meistens als feines Kribbeln, das langsam stärker wird und sich über den Körper ausbreitet. In der Esoterik gilt das als sicheres Zeichen, dass die Reise gleich losgeht. Und genau hier lohnt sich der nüchterne Blick.

Diese Vibrationen entstehen am Übergang in den REM-Schlaf. In dieser Phase schaltet dein Gehirn die Muskeln nach und nach ab, während dein Bewusstsein noch wach ist. Das Zusammenspiel aus halb abgeschalteten Nerven und einem wachen Geist erzeugt diese seltsamen körperlichen Eindrücke. Dein Kopf bekommt verwirrende Signale aus dem Körper und macht daraus ein Brummen, ein Kribbeln, ein Vibrieren. Es ist also kein Energiefeld, das hochfährt. Es ist dein Nervensystem, das gerade den Schlafmodus einlegt, während du zuschaust.

Das Brummen und das Geräusch

Sehr eng mit den Vibrationen verbunden ist das Geräusch. Viele Astralreisende berichten von einem Brummen, einem Summen oder einem Rauschen, das sich aus dem Nichts aufbaut und immer lauter wird. Manche hören ein tiefes Dröhnen, andere ein hohes Pfeifen, wieder andere etwas wie einen fernen Wasserfall.

Dieses Geräusch ist eine alte Bekannte von mir. Wenn ich über die WILD-Technik einsteige, höre ich fast jedes Mal einen Ton, der sich langsam aufbaut, ein Brausen, das immer kräftiger wird. Für mich ist das ein gutes Zeichen, weil es mir sagt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Den ganzen Ablauf rund um dieses Geräusch und wie ich es nutze, habe ich unter WILD ausführlich beschrieben.

Auch dafür gibt es eine handfeste Erklärung. Beim Hinübergleiten in den REM-Schlaf treten oft hypnagoge Höreindrücke auf. Das sind Geräusche, die rein im Kopf entstehen, ohne dass irgendetwas in deiner Umgebung sie auslöst. Sie reichen von einem leisen Rauschen bis zu einem lauten Brausen oder Summen. Sie spiegeln die Umstellung im Gehirn, die mit dem Beginn der Traumphase einhergeht. Der Esoteriker hört darin die Energie der Reise. Der Schlafforscher hört darin den Sound des Einschlafens. Das Geräusch selbst ist in beiden Fällen genau dasselbe.

Wichtig ist, wie du mit diesem Brummen umgehst. Wenn es kommt, krall dich nicht daran fest und kämpf auch nicht dagegen an. Lass es ruhig wachsen und auf sich selbst aufbauen. Bei mir trägt mich dieses Geräusch oft direkt in den Traum hinein, wenn ich es einfach geschehen lasse.

Die Lähmung und das Gefühl von Schwere

Das nächste grosse Symptom ist die Lähmung. Viele Berichte beschreiben den Moment, in dem sich der Körper plötzlich nicht mehr bewegen lässt. Du willst die Hand heben und es geht nicht. Du willst den Kopf drehen und nichts passiert. Dazu kommt oft ein Gefühl von gewaltiger Schwere, als würde dich jemand sanft ins Bett drücken.

In der esoterischen Deutung ist das ein Höhepunkt. Die Lähmung gilt als Beweis, dass du den Körper schon halb verlassen hast. Wer das nicht einordnen kann, gerät hier leicht in Panik, weil es sich so fremd und unheimlich anfühlt.

Aus nüchterner Sicht ist das nichts anderes als die Schlafparalyse. Dein Körper lähmt sich während des Traumschlafs ganz von selbst, damit du deine Träume nicht körperlich auslebst. Sonst würdest du im Bett herumfuchteln und losrennen, und das wäre offensichtlich keine gute Idee. Diese Schutzlähmung ist völlig normal und passiert dir jede Nacht, du bekommst es nur meistens nicht mit. Bei einer Astralreise oder beim WILD bist du noch wach, wenn sie einsetzt, und darum spürst du sie bewusst.

Diese Lähmung ist der eine Punkt, der den meisten Menschen Angst macht. Dabei ist sie deine Verbündete. Sie ist das Sprungbrett, das dich in den Traum trägt. Wenn dir das Thema unheimlich ist, dann nimm dir Zeit für meinen Artikel über die Schlafparalyse und ihre Halluzinationen. Dort erkläre ich, warum der Schrecken hausgemacht ist und wie du ihn loswirst.

Das Schweben und der Moment des Austritts

Am Ende dieser Kette steht das berühmteste aller Symptome, das Gefühl, sich aus dem Körper zu lösen. Astralreisende beschreiben, wie sie plötzlich leicht werden, wie sie aufsteigen oder seitlich aus dem Körper rollen. Manche sehen sich angeblich von oben im Bett liegen. Andere spüren nur dieses unverkennbare Schweben, als hätten sie das Gewicht abgelegt.

Auch das ist mir bestens vertraut. Wenn ich in einen Klartraum einsteige, bewege ich meinen Traumkörper, ohne einen einzigen echten Muskel anzuspannen. Du kennst das Gefühl, wenn du dir vorstellst, deinen Arm zu heben, und ihn fast spürst, ohne ihn wirklich zu rühren. Genau das nutze ich. Ich wackle mich quasi aus dem physischen Körper heraus. Es fühlt sich exakt an wie ein Austritt. Ein Esoteriker würde dasselbe Erlebnis ohne zu zögern als Astralprojektion bezeichnen.

Für dieses Schweben gibt es eine elegante Erklärung. Dein Gehirn baut ständig ein inneres Bild von deinem Körper und seiner Lage im Raum. Im Halbschlaf, wenn der echte Körper gelähmt ist und kaum noch Rückmeldung gibt, kann dieses innere Körperbild abdriften. Du fühlst dich dann ausserhalb deines Körpers, obwohl du regungslos im Bett liegst. Es braucht keine Seele, die sich loslöst. Es reicht ein Gehirn, das im Übergang kurz die Orientierung über die eigene Körperlage verliert. Wie ich diese ganze Frage einordne, habe ich ausführlich unter Astralreise oder luzider Traum aufgeschrieben.

Warum die Symptome identisch sind mit dem WILD-Einstieg

Jetzt kommen wir zum Kern, und der ist für mich der spannendste Teil der ganzen Geschichte. Leg die beiden Listen nebeneinander. Auf der einen Seite die Anzeichen einer Astralreise, auf der anderen Seite das, was ich beim Einstieg in einen Klartraum über die WILD-Technik erlebe. Du wirst kaum einen Unterschied finden.

Vibrationen stehen auf beiden Listen. Das Brummen und das Geräusch stehen auf beiden Listen. Die Lähmung steht auf beiden Listen. Die Schwere steht auf beiden Listen. Das Schweben und der Austritt stehen auf beiden Listen. Das ist keine zufällige Überschneidung bei ein, zwei Punkten. Das ist eine vollständige Deckung von Anfang bis Ende. Genau diese Beobachtung hat mich als Jugendlicher gepackt und nie wieder losgelassen.

Meine Vermutung, und ich sage bewusst Vermutung, lautet darum so. Beide Wege beschreiben denselben körperlichen Übergang. Es ist die Schwelle zwischen Wachen und Schlafen, der Moment, in dem dein Körper in den REM-Schlaf kippt, während dein Geist wach bleibt. Der eine Mensch nennt diese Schwelle den Beginn der Astralreise. Der andere nennt sie den Einstieg in den Klartraum. Die Symptome sind identisch, weil der zugrunde liegende Zustand identisch ist. Nur die Deutung am Schluss geht auseinander.

Das ändert für mich nichts an der Wucht des Erlebnisses, im Gegenteil. Es macht die Sache sogar spannender, dass sich hier sehr unterschiedliche Traditionen am selben Punkt treffen. Schamanen, Astralreisende und Klarträumer klopfen alle an dieselbe Tür. Sie geben dem, was dahinterliegt, nur verschiedene Namen.

Warum du vor den Anzeichen keine Angst haben musst

Hier liegt der praktische Nutzen dieses ganzen Artikels. Diese Symptome jagen vielen Menschen einen ordentlichen Schrecken ein. Du liegst da, kannst dich nicht bewegen, hörst ein Dröhnen im Kopf und spürst, wie dein Körper vibriert. Wer nicht weiss, was da passiert, denkt schnell an etwas Übernatürliches oder gar Bedrohliches.

Genau diese Unwissenheit ist das Problem, nicht die Symptome selbst. Die Anzeichen sind harmlos. Sie sind die ganz normalen Begleiter des Einschlafens, die du sonst verschläfst. Sobald du sie als das erkennst, was sie sind, verlieren sie ihren Schrecken sofort. Bei mir war das früh der Fall. Weil ich wusste, was die Lähmung und das Brummen bedeuten, bin ich nie in echte Panik geraten, auch wenn ich ein, zwei intensive Erlebnisse hatte.

Die Angst ist es, die aus diesen Zeichen ein Drama macht. Wenn dein Kopf in Panik gerät, füllt er die Lücken mit gruseligem Material. Aus dem Druck auf der Brust wird ein Wesen, das auf dir sitzt. Aus dem Rauschen werden Stimmen. Aus einem Schatten am Bettrand wird eine Gestalt. All das ist die Schlafparalyse, kombiniert mit einem erschrockenen Geist, der die Lücken füllt. Es kommt nichts, um dich zu holen. Diesen Aberglauben kannst du getrost beiseitelegen.

Mein einfacher Umgang damit ist dieser. Wenn die Anzeichen kommen, halte ich die Augen geschlossen, weil mein erschrockener Kopf sonst gern etwas Gruseliges dazudichtet. Ich erinnere mich daran, dass mein Körper nur seine normale Schutzlähmung zeigt, und dass sie immer von allein vorbeigeht. Dann habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder lasse ich mich von dem Zustand direkt in den Traum tragen, was ja eigentlich das Ziel ist. Oder ich beende ihn, indem ich ganz ruhig versuche, einen einzigen Finger zu bewegen. Sobald der sich rührt, habe ich meinen ganzen Körper zurück.

So machst du aus den Symptomen ein Werkzeug

Wenn du die Anzeichen verstanden hast, kannst du den Spiess umdrehen. Statt vor den Symptomen davonzulaufen, nutzt du sie als Wegweiser. Sie sagen dir, dass du genau an der richtigen Stelle bist, kurz vor dem Tor in den Traum.

Der Ablauf dafür ist einfach zu beschreiben und braucht etwas Übung. Am besten klappt das nach einem kurzen Aufwachen in der zweiten Nachthälfte, wenn dein Körper schnell wieder einschläft und dein Geist noch wach genug ist. Leg dich auf den Rücken, spreiz die Glieder etwas ab und atme ruhig. Ab jetzt bewegst du keinen Muskel mehr, auch wenn es juckt oder kribbelt. Dein Körper soll glauben, du schläfst schon, während dein Kopf wach bleibt.

Dann warte auf die Zeichen. Wenn das Kribbeln kommt, lass es kommen. Wenn das Brummen anschwillt, lass es wachsen, ohne es zu forcieren. Wenn die Lähmung einsetzt, freu dich, denn jetzt bist du fast da. Krall dich an nichts fest und starre nichts an, denn das reisst dich nur wach. Beobachte alles ruhig und lass es geschehen.

Wenn das Schweben dann da ist, bewegst du deinen Traumkörper, ohne einen echten Muskel anzuspannen. Du rollst dich heraus, stehst auf oder lässt dich heben, was bei dir eben funktioniert. Sobald sich dein Traumkörper löst, bist du drin. Den ganzen Feinschliff dazu, das Geräusch, die Phantombewegung und das Betreten der Szene, findest du in meinem ausführlichen Artikel über die WILD-Technik.

Eine Warnung, die ich mir nie spare

Einen Punkt nehme ich bei diesem Thema sehr ernst, egal welcher Deutung du folgst. Sei vorsichtig mit dem, was du für real hältst, wenn du dich aus dem Körper schiebst.

Wenn ich mich aus dem Bett heraushebe, mache ich zuerst immer einen sehr sorgfältigen Realitätscheck. Ich kontrolliere, ob ich wirklich schon im Traum bin, bevor ich irgendwo hinfliege oder gar aus dem Fenster steige. Der Grund ist simpel. Der Übergang fühlt sich so echt an, dass die Grenze zwischen Traumkörper und echtem Körper kurz verschwimmen kann. Ich will auf keinen Fall riskieren, dass ich mit dem echten Körper etwas tue, von dem ich glaube, ich täte es nur im Traum. Dieser kleine Schritt kostet zwei Sekunden und gibt dir die Gewissheit, dass du wirklich drüben bist.

Das gilt für die Astralreise genauso wie für den Klartraum. Wer austritt, sollte erst prüfen und dann handeln. Das ist die eine Regel, die ich bei diesem Thema niemals weglasse.

Wo ich nach fünfzehn Jahren stehe

Zurück zu jenem Nachmittag mit sechzehn, als ich mit dem Summen im Kopf und dem Kribbeln in den Beinen dalag und glaubte, ich stehe kurz vor der grossen Reise. Was waren diese Symptome wirklich?

Meine ruhige Antwort lautet, es waren die ganz normalen Anzeichen des Übergangs in den Traum. Dieselben Zeichen, die ich heute bewusst nutze, um in einen Klartraum zu gleiten. Das Erlebnis war echt, jede einzelne Empfindung war echt, und ich verstehe gut, warum die Esoterik daraus eine Reise der Seele macht. Es fühlt sich tatsächlich genau so an. Nur die Deutung am Ende trennt uns. Ich glaube, mein Bewusstsein hat das Bett nie verlassen. Es hat sich nur sehr überzeugend so angefühlt.

Festnageln lasse ich mich trotzdem nicht, weil ich genug Seltsames erlebt habe, um demütig zu bleiben. Aber für die Praxis ist meine Botschaft klar und einfach. Die astralreisen symptome sind keine Gefahr und kein Grund zur Angst. Sie sind das verlässlichste Signal, dass du gerade an der Schwelle stehst, kurz vor dem eindrücklichsten Erlebnis, das dein eigener Kopf zu bieten hat. Kennst du die Zeichen, dann fürchtest du sie nicht mehr. Du benutzt sie als Tür. Und was du dahinter dann findest und wie du es nennst, das bleibt ganz dir überlassen.