Zum Hauptinhalt springen

Als ich mit dem luziden Träumen anfing, habe ich vieles geglaubt, das sich später als Unsinn herausstellte. Ich war überzeugt, dass mich ein Dämon heimsucht, wenn ich nachts wach werde und mich nicht bewegen kann. Ich dachte, meine Astralreisen führen meine Seele aus dem Körper. Ich hatte Angst, im Traum stecken zu bleiben. Heute weiss ich es besser, und das meiste davon ist halb so wild, sobald man versteht, was wirklich passiert.

Genau darum geht es in diesem Bereich. Rund ums Träumen, ums Schlafen und ums Spirituelle kursiert eine Menge Aberglaube. Manches davon ist schlicht falsch, manches hat einen wahren Kern, der nur falsch erzählt wird. Ich gehe die wichtigsten Mythen der Reihe nach durch. Ich sage dir, was die Forschung weiss, und ich sage offen dazu, wo auch ich nur eine Vermutung habe.

Schlafparalyse und das Übernatürliche

Der Klassiker schlechthin. Du wachst auf, bist gelähmt, und etwas Dunkles steht an deinem Bett. Fast jede Kultur kennt diese Figur. Der Einstieg ins ganze Thema ist die Frage, was eine Schlafparalyse überhaupt ist. Darauf aufbauend erkläre ich, was der Schlafparalyse-Dämon wirklich ist, woher die Ursachen kommen und wie die Halluzinationen entstehen. Dazu, warum sich eine Gestalt im Raum anfühlt, was es mit dem Schattenmann und dem Hut-Mann auf sich hat und was man dabei alles sieht.

Praktisch wird es bei der Frage, was du im Moment selbst tun kannst und wie du die Schlafparalyse seltener machst. Für die Neugierigen: sind die Geister echt, wie der Dämon in den Kulturen heisst, woher das Wort Nachtmahr kommt und ob Albträume gefährlich sind.

Astralreisen und das Spirituelle

Mein eigenes altes Thema. Ich komme selbst aus der esoterischen Ecke und nehme sie ernst, bleibe aber bei dem, was sich belegen lässt. Die grosse Frage zuerst: ist die Astralreise dasselbe wie ein luzider Traum? Dazu was eine Astralreise überhaupt ist, ob sie gefährlich ist und ob es einen Beweis gibt.

Es geht weiter mit der Frage, ob die Seele im Schlaf den Körper verlässt, mit der ausserkörperlichen Erfahrung, den Symptomen kurz davor und einer Anleitung für den Einstieg. Und für die spirituelle Seite: sein Krafttier finden, die schamanische Reise, Verstorbene im Traum besuchen und was die Religionen dazu sagen.

Was die Wissenschaft über Träume weiss

Hier wird es nüchterner und gerade deshalb spannend. Warum träumt man überhaupt, und warum träume ich gefühlt so viel? Die Wahrheit hinter dem Satz, man träume jede Nacht und warum man sich trotzdem an so wenig erinnert.

Dazu die Dauerbrenner: wie lange ein Traum dauert, wie Träume im Gehirn entstehen, was Träume eigentlich sind, ob man in Farbe oder Schwarz-Weiss träumt, ob blinde Menschen träumen und ob viele Träume schlechten Schlaf bedeuten.

Ist luzides Träumen gefährlich?

Die Frage, die fast jeder zuerst stellt. Die kurze Antwort findest du im grossen Überblick, ob luzides Träumen gefährlich ist. Dann die einzelnen Ängste: ob man im Klartraum stecken bleiben kann, ob es dem Gehirn schadet, ob man im Traum sterben kann und ob Klarträumen süchtig macht. Und die eine reale Ausnahme, die ich ernst nehme: luzides Träumen und Psychose.

Kann das jeder?

Spoiler: ja, fast immer. Trotzdem halten sich Mythen über Talent und Begabung. Ich kläre, ob jeder luzid träumen lernen kann, warum du denkst, du träumst gar nicht, ob es ein Talent oder Übungssache ist, ob es intelligenter macht und ob Kinder luzide träumen können.

Schlaf-Folklore

Die Sprüche, die du von der Grossmutter kennst. Der Überblick über die häufigsten Schlafmythen bündelt sie. Im Detail: ob jeder acht Stunden Schlaf braucht, ob Schlaf vor Mitternacht der beste ist, ob man bei Vollmond schlechter schläft und ob man dann intensiver träumt. Dazu, ob Käse Albträume macht, ob man Schlaf nachholen kann und ob nasse Haare beim Schlafen schaden.

Pop-Kultur und moderne Mythen

Was Filme und das Internet aus dem Träumen gemacht haben. Ob Inception möglich ist, ob es prophetische Träume gibt, was hinter Wahrträumen und Präkognition steckt, ob man im Schlaf lernen kann und woher das Déjà-vu-Gefühl kommt, etwas schon mal geträumt zu haben.

Macht luzides Träumen intelligenter?

Letzte Woche schickte mir ein Kumpel einen Screenshot. Darauf stand in fetten Buchstaben, dass Klarträumer angeblich klüger seien als der Rest. Er fragte halb im Scherz, ob ich deshalb so ein Schlaumeier sei. Ich musste lachen, weil ich mich morgens oft alles andere als clever fühle, vor allem nach einer Nacht mit zu wenig Schlaf. Trotzdem blieb die Frage bei mir hängen. Ich habe das jetzt über fünfzehn Jahre gemacht, und wenn etwas dran wäre, müsste ich es doch irgendwie an mir gemerkt haben. Also habe ich mich hingesetzt und überlegt, was an dieser Behauptung wirklich stimmt und was reines Marketing ist.

Braucht wirklich jeder acht Stunden Schlaf?

Vor ein paar Jahren teilte ich mir eine Wohnung mit einem Kumpel, der jeden Abend Panik schob, sobald die Uhr halb zwölf zeigte. Er rechnete laut vor, wie viele Stunden ihm bis zum Wecker noch blieben. Wenn es weniger als acht waren, war der Tag für ihn quasi schon verloren. Ich lag derweil im Zimmer nebenan, wachte oft nach knapp sieben Stunden von selbst auf und fühlte mich blendend. Irgendwann fragte ich mich, woher er diese magische Zahl eigentlich hatte. Acht Stunden, immer acht, für jeden Menschen gleich, egal wer du bist. Das kann doch so nicht stimmen.

Sein Krafttier finden: was wirklich dran ist

Ich war vierzehn, lag mit Kopfhörern auf dem Boden meines Zimmers und liess eine Trommelaufnahme laufen, die ich von einer alten CD gezogen hatte. Mein Plan an diesem Nachmittag war klar, denn ich wollte mein Krafttier finden. In der Anleitung stand, ich solle mir einen Eingang in die Erde vorstellen, eine Höhle oder einen hohlen Baumstamm, und einfach hineinsteigen. Der gleichmässige Trommelschlag sollte mich tiefer und tiefer tragen. Irgendwann, so versprach es der Text, würde mir ein Tier begegnen. Und genau dieses Tier wäre dann meines.

Schadet luzides Träumen dem Gehirn?

Vor ein paar Wochen sass ich mit einem alten Schulfreund beim Kaffee, und er fragte mich mit gerunzelter Stirn, ob ich keine Angst hätte, mir mit dem ganzen Klarträumen das Gehirn kaputtzumachen. Er hatte irgendwo gelesen, dass man das Hirn dabei überreizt, als würde man es jede Nacht zwingen, Überstunden zu schieben. Ich musste schmunzeln, weil ich genau das Gegenteil erlebt habe. In über fünfzehn Jahren ist mein Kopf weder müder noch langsamer geworden, und an manchen Stellen fühle ich mich sogar wacher und aufmerksamer als früher. Trotzdem nahm ich die Frage ernst, denn dahinter steckt eine echte Sorge, die viele Menschen umtreibt. Genau die schauen wir uns hier in Ruhe an.

Sind die Geister bei der Schlafparalyse echt?

Ich erinnere mich an eine Nacht in einer Ferienwohnung in den Bergen. Ich war früh ins Bett, der Schnee dämpfte jedes Geräusch draussen, und irgendwann in den frühen Morgenstunden wachte ich auf, ohne mich rühren zu können. Im Türrahmen stand eine Frau. Sie war klein, gebeugt, und sie sah mich an. Ich konnte ihre Umrisse genau erkennen, das fahle Licht von der Strasse fiel auf eine Schulter, einen Arm, eine Haarsträhne. Mein erster Gedanke war glasklar und vollkommen sicher: Da steht jemand in meinem Zimmer, und ich bin nicht allein. Es gab keinen Funken Zweifel. Diese Person war so real wie der Schrank an der Wand.

Wie entstehen Träume im Gehirn?

Vor ein paar Nächten bin ich mitten aus einem Traum aufgewacht, in dem ich seelenruhig über einen Marktplatz spaziert bin und nebenbei mit meiner längst verstorbenen Grossmutter geplaudert habe. Sie sah aus wie immer, und es fühlte sich völlig normal an. Erst beim Aufwachen kam der Schreck, weil das ja gar nicht sein kann. Im Traum selbst hatte ich keine Sekunde gezweifelt. Ich lag dann da und fragte mich, was in meinem Kopf in diesem Moment eigentlich passiert war. Wie baut mein Gehirn nachts so eine Szene zusammen, so überzeugend, dass ich nicht mal stutze, wenn Tote mit mir Smalltalk halten?

Warum träumt man überhaupt?

Letzte Woche bin ich um vier Uhr morgens aus einem völlig absurden Traum aufgewacht. Ich hatte einem sprechenden Kühlschrank meine Steuererklärung erklärt, und er war zu Tränen gerührt. Ich lag dann wach im Dunkeln und musste lachen, und gleichzeitig stellte sich mir diese eine Frage, die mich seit Jahren immer wieder packt. Wozu ist dieser ganze nächtliche Quatsch eigentlich gut? Mein Gehirn hatte sich gerade die Mühe gemacht, einen weinenden Kühlschrank zu erschaffen, mit Stimme, mit Gefühl, mit allem. Es muss doch einen Grund geben, warum es jede Nacht dieses Kino abspielt.

Ist luzides Träumen ein Talent oder Übungssache?

Vor ein paar Wochen sass ich mit einem alten Schulfreund beim Kaffee, und er erzählte mir, er habe es mal mit dem Klarträumen versucht. Drei Wochen lang, dann habe er aufgegeben. Sein Satz blieb bei mir hängen: «Ich glaube, ich bin dafür einfach nicht gemacht.» Ich musste innerlich grinsen, weil ich genau diesen Gedanken vor fünfzehn Jahren selbst hatte. Ich war nämlich auch kein Naturtalent. Bei mir hat sich monatelang gar nichts getan, und ich dachte mehr als einmal, mein Kopf sei dafür schlicht der falsche. Heute weiss ich, dass dieser Gedanke der eigentliche Stolperstein war, und nicht irgendein fehlendes Gen.