Zum Hauptinhalt springen
Realitätschecks: Wie du merkst, dass du träumst

Realitaetschecks3 Min. Lesezeit

Realitätschecks: Wie du merkst, dass du träumst

Realitätschecks sind die Gewohnheit, die luzides Träumen auslöst. Die zwei, die bei mir funktionieren, der eine, den ich kaum nutze, und wie du die Gewohnheit aufbaust.

Realitätschecks sind die Gewohnheit, mit der die meisten ihren ersten Klartraum auslösen. Die Idee ist simpel. Du prüfst tagsüber immer wieder, ob du gerade wach bist oder träumst. Wenn das zur Gewohnheit wird, machst du es irgendwann auch im Traum. Dort fällt der Check dann anders aus. Genau in diesem Moment wirst du luzid.

Eine Sache vorweg: Das hier baut auf dem Traumtagebuch auf. Wenn deine Traumerinnerung noch nicht läuft, fang besser dort an.

Traumzeichen haben bei mir nie funktioniert

Es gibt verschiedene Schulen. Manche Leute suchen nach „Traumzeichen", also nach Dingen, die in ihren Träumen immer wieder auftauchen. Die Idee dahinter: Du lernst deine persönlichen Muster und erkennst sie im Traum wieder.

Bei mir hat das nie geklickt. Vielleicht läuft es bei dir besser, also probier es ruhig aus. Was bei mir viel besser funktioniert hat, waren ständige Realitätschecks über den ganzen Tag verteilt.

Mein Favorit Nummer eins: die Hand

Schau auf deine Hand und konzentrier dich richtig darauf. Im echten Leben hast du fünf normale Finger, die sich normal verhalten. Im Traum sieht deine Hand fast immer komisch aus. Mal sind es zu viele Finger, mal verschwimmen sie, mal fühlt sich etwas falsch an. Sie ist einfach nie ganz richtig.

Wenn du genau hinschaust und die Finger ganz normal sind, bist du wach. Wenn etwas nicht stimmt, träumst du.

Mein Favorit Nummer zwei: die Nase zuhalten

Halt dir die Nase zu und versuch, durch sie zu atmen. Wenn trotzdem Luft durchgeht, träumst du.

Diesen Check liebe ich, weil ich ihn überall machen kann. Beim Autofahren, im Kino, mitten im Gespräch, egal wo. Er ist meine Notlösung, wenn ich mich gerade nicht genug auf meine Hand konzentrieren kann.

Der dritte, schwächere: die Schritte zurückverfolgen

Manchmal kann ich weder meine Hand checken noch die Nase zuhalten. Das passiert selten, aber es kommt vor. Dann versuche ich mich zu erinnern, wo ich vor ein paar Minuten war. Ich verfolge zurück, wie ich überhaupt hierher gekommen bin.

Wenn ich das nicht hinkriege, ist das ein Warnsignal. Dann mache ich einen richtigen Check, sobald es geht. Ich nutze diesen dritten Trick allerdings kaum, und ich bin mir nicht mal sicher, ob er überhaupt etwas bringt.

Der eigentliche Trick ist die Gewohnheit

Jetzt kommt der wichtigste Teil. Ein Realitätscheck nützt dir nur, wenn er zur Gewohnheit wird. Mach einen Check immer dann, wenn dich etwas stutzig macht und du denkst „huh, das ist komisch". Mach ihn aber genauso, wenn überhaupt nichts Komisches passiert.

Genau das ist der Punkt. Du musst dir angewöhnen, einfach zufällig nachzuprüfen. Ein Check dauert zwei Sekunden. Mach ihn überall und so oft du dran denkst. Je selbstverständlicher er tagsüber wird, desto sicherer taucht er irgendwann auch in einem Traum auf.

Was als Nächstes kommt

Sobald die Realitätschecks sitzen, kannst du Luzidität gezielt auslösen. Der natürliche erste Schritt ist der DILD, also der Klartraum, der direkt aus so einem Check im Traum entsteht. Den schauen wir uns bei den Techniken genauer an.